Endlich wieder Israel-Austausch

Für drei Wochen erlebten sechzehn angehende Köchinnen und Köche wieder einen erlebnisreichen Perspektivwechsel in Israel. Der „Blick über den Tellerrand“ beinhaltete Fachworkshops, wie z.B. Bartender, Dessert und BBQ Workshops und auch jede Menge Arbeitserfahrungen in israelischen Praktikumsbetrieben. Die vielen kulturellen Eindrücke bei geführten Touren durch Jerusalem, Tel Aviv und Haifa; der Besichtigung von landwirtschaftlichen Betrieben imponierten den Azubis. Ebenso der Besuch des Shoah-Memorials sowie der Ausflug in die Wüste Timna National Park beeindruckten die jungen Menschen sehr.

Ein wichtiger Teil des Austausches war das einwöchige Praktikum in verschiedenen Hotels in Eilat, einem beliebten Badeort am Roten Meer. Erste Kommunikationshürden konnten schnell beseitigt werden und wichen wachsendem Interesse an der israelischen Arbeitskultur. „Das Arbeitstempo vor Ort war deutlich anders: Die Arbeitsatmosphäre und -mentalität viel entspannter, und weniger auf Effizienz gepolt – es gab z. B. eine flexible Pausengestaltung. Es war weniger Druck vorhanden und viele alltägliche Herausforderungen wurden spontan gelöst“, schildert einer der Teilnehmer seine Eindrücke. „Neben einem tollen Hummus-Rezept versuchen wir vor allem ein Stück der israelischen Entspanntheit, Leichtigkeit und Ausgeglichenheit mit in den deutschen Arbeitsalltag zu nehmen. Wir wünschen uns im deutschen, komplett durchstrukturierten Arbeitsalltag ein bisschen mehr von der israelischen Flexibilität und Spontanität, durch die oft kreative und unerwartete Ergebnisse entstanden sind.“

Getragen wird der interkulturelle Austausch vom israelischen Ministerium für Arbeit und Soziales und dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung. Auszubildende der BS 03 und der israelischen Partnerschule besuchen sich dabei gegenseitig. So war die israelische Delegation bereits 2019 in Hamburg.

Die begleitenden Lehrkräfte fühlen sich ebenfalls sehr bereichert und sind sich darüber einig, dass ihre Auszubildenden durch diese Lernreise ihren kulinarischen, fachlichen und kulturellen Horizont erweitern und sie berufliche Perspektiven entwickeln konnten.

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